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Senat verschärft Gangart im Airbus-Streit

 
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Skydiver1957
eddh.de User


Hier seit: 05.11.2003
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: So, 28 Nov 2004, 9:54    Titel: Senat verschärft Gangart im Airbus-Streit Antworten mit Zitat

Na endlich kann man da nur sagen. Endlich wird auch über ein ganz legales Mittel, die Enteignung, nachgedacht. Weil dieses unsägliche Gezerre um den Luftfahrt-Standort Hamburg endlich ein Ende haben muss. Mal ja, mal vielleicht, jetzt wieder kategorisch nein. Die Wirtschaft braucht klare Verhältnisse, die Stadt, die Region eine Perspektive und Airbus braucht die verlängerte Bahn.
Alle wollen Idylle, Ruhe und Lebensqualität. Dazu gehört der kurze Weg zum Flughafen, um in die weite Welt zu fliegen. Aber bitte kein Fluglärm.
Alle wollen Arbeitsplätze, wollen Geld und Wohlstand, alle rufen nach der Politik, die die Arbeitslosen wieder in Arbeit bringen soll und dazu Investoren finden soll. Aber wenn dann Investitionen geplant sind, dann bitte nicht auf meinem Apfelacker oder meinem Kirchengrundstück.
Natürlich habe ich mich auch gefragt, ob ich mein Lebenswerk, ein Haus so einfach abgeben würde, das, wo viel Arbeit drinsteckt, Idealismus, Erinnerung. Natürlich nicht. Aber alles ist doch eine Frage des Preises und ein Neuanfang an anderer Stelle, in einer anderen Stadt, auch mit 50 oder 60 Jahren ist doch keine Schande und kann durchaus auch als eine Chance begriffen werden, die man aus eigenem Antrieb vielleicht nicht gewagt hätte.

Fragt doch nicht immer, was der Staat für uns tun kann, fragt Euch doch mal, was wir für den Staat, für die Gemeinschaft tun können. In Hamburg geht das Gemeinwohl eindeutig und langfristig betrachtet vor, das heißt weichen für die Bahn mit einer angemessenen materiellen Entschädigung. Die Gemeinschaft, der Staat, Airbus wird da sicher nicht kleinlich sein.

Die halbe Welt lacht über Deutschland, über den Standort Hamburg, über das Gezerre wegen der Landebahn und über Berlin, wo ein Partyhengst auch nach Gerichtsbeschlüssen den historischen Flugplatz Tempelhof trotzdem schließen will. Das ist so, als wolle man die Freiheitsstatue in New York abbauen, weil der Erhalt zu teuer sei.

Endlich greift der Staat, im Fall Hamburg, zu legalen Mitteln und macht den Weg frei für die Startbahn in Fuhlsbüttel.

Ich hoffe nur, dass wir Wähler, alle Bürger endlich bald aufstehen, genau so viel Terz machen, wie die Apfelbauern und Kirchgänger in Hamburg und den Wahnsinn mit Berlin-Brandenburg-International stoppen. Aus dem Provinzflughafen Schönefeld einen internationalen Flughafen machen, mit hier überflüssigen Enteignungen und Umsiedlungen, ist Schwachsinn. Aber sie laufen schon. Obwohl keine 30 Kilometer südlich von Berlin der ehemalige Zentralflughafen der Russen in Sperenberg mit drei riesigen Landebahnen liegt, mit einer perfekten Infrastruktur, sogar einem intakten Gleisanschluss. Und das alles schön versteckt und abseits jeder Stadt und jedes Dorfes, wo Fluglärm stören könnte. Alle Gutachten haben Schönefeld immer als letzte Lösung gesehen, Sperenberg war immer vorn.
Hier kann Berlin-Brandenburg-International hin ohne die riesigen Summen, die dieser untaugliche Verkehrs-Maut-Minister Stolpe in den Sand setzen will.
Stolpe, das ist der, der schon den Sachsenring verbockt hat und als Landesvater von Brandenburg die Chipfabrik groß raus bringen wollte, die dann doch nicht kam, nachdem das Land schon 25 Mio. darein gebuttert hat. Cargolifter hat er abstürzen lassen, weil er die Visionen dieses Projektes nicht verstanden hat.
Es wird Zeit, diese Politik, diese Gurkentruppe an Ministern und regierenden Bürgermeistern abzuwählen.
Deshalb:
Ja zur längeren Startbahn in Fuhlsbüttel, vielleicht auch mal zivil zu nutzen in ferner Zukunft. Ja zu Tempelhof auf Dauer und Nein zu BBI in Schönefeld.
Schönen Sonntag wünscht
Euer Lothar, Skydiver1957
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Grumman Tiger
Family-Member


Hier seit: 11.06.2002
Beiträge: 152
Ort: Hamburg

BeitragVerfasst am: Do, 09 Dez 2004, 9:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lothar,

dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Mittlerweile hat sich die Lage ja bei AIRBUS entspannt, weil das letzte entscheidende Grundstück nun doch verkauft wurde (Normalpreis wäre 18,- EUR gewesen, verkauft wurde für 61,50 EUR pro qm, ich denke, ein guter Deal). Ich arbeite/fliege bei AIRBUS in Hamburg, und konnte bisher einiges nicht verstehen. Wie sich z.B. ein Kirchenvorstand, bestehend aus Hausfrauen, Rentnern etc. so aufspielen kann, nur weil sie meinen, jetzt die absolute Macht zu haben mit Hilfe eines von Oma geerbtem, brach liegenden Grundstücks. Nichts gegen Hausfrauen und Rentner, aber ich denke, sie waren mit dieser Situation völlig überfordert. Übrigens: durch die "Mehr"-Job's" gibt's ja auch mehr Rentenbeiträge liebe Rentner, und dass ist ein Stück Sicherheit mehr... Wie ein "Obstbauer", der eigentlich im Hauptberuf Feuerwehrmann ist, dem man also nicht unbedingt die Lebensgrundlage entzieht, sich so sperren kann, ist für mich nicht nachvollziehbar. Für mich haben nur diejenigen einen gerechtfertigten Anspruch auf Einspruch, die schon vor AIRBUS (oder MBB oder ganz früher HFB) hier ihren Wohnsitz hatten.

Aber dieses Phänomen beobachte ich immer wieder speziell in Hamburg (woanders wird es wohl ähnlich sein). Da zieht man z.B. nach Hamburg Fuhlsbüttel, oder Norderstedt (Einflugschneise) und nach 1-2 Jahren gehen die ersten Klagen vor Gericht gegen diesen "überraschend starken" Fluglärm ein. Ja, entschuldigung Shocked - wer war den zuerst da? Das weiß man doch vorher wenn man dahin zieht, schließlich gibt es den Flughafen Hamburg seit 1906!!

Die Kirche hat sich hier jedenfalls in Hamburg alles verscherzt. 10.000 Airbus-Mitarbeiter werden bzw. sind schon (mich eingeschlossen) ausgetreten, Angehörige kommen noch dazu. Selber Schuld, liebe Kirche. Es war die Chance, ein gutes Bild abzugeben, etwas für die Menschen und die Wirtschaft zu tun und gleichzeitig zu einer Menge Geld zu kommen, wo die Kichensteuern doch schon lange nicht mehr ausreichen. Was hätte man damit alles machen können... 3 Mio. EUR für das Dörfchen... Wenn die Kirche so weitermacht verkauft sie bald wieder "Ablassscheine" wie im Mittelalter, da bekommt der Begriff "Scheinheilig" dann eine ganz neue Qualität Wink

Ich kann da nur sagen: "Der liebe Gott ist ja ganz in Ordnung, aber das Bodenpersonal..."

In diesem Sinne -
Rick
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Holger Dell
eddh.de-Premium-User


Hier seit: 22.04.2003
Beiträge: 159
Ort: Deutschland

BeitragVerfasst am: Sa, 11 Dez 2004, 21:30    Titel: Fangen die Untertanen an sich zu wehren? Antworten mit Zitat

Lieber GRUMMAN TIGER,

zu Deinem Entschluß aus der Kirche auszutreten kann ich Dich nur beglückwünschen.

Nicht, dass ich irgendetwas gegen Gottes Erdvertreter hätte, aber bei solchen Aktionen wie in Hamburg ist das eine folgerichtige Handlung.
Ich hoffe Du hast den Kirchenvorderen den Grund Deines Austrittes mitgeteilt. Wenn die Kirchenmänner keinen Flugplatz brauchen, dann brauchen sie auch nicht Euer Geld.

Die fliegereifeindlichen Demagogen müssen endlich lernen, dass sich auf unserer Seite Widerstand formiert. Der jahrzehntelange Schmusekurs unserer Interessenverbände ist ins Leere gelaufen und meiner Meinung nach ist genau jetzt die Zeit reif für ein aggressives Auftreten unsererseits.

Wenn in Rüsselsheim bei Opel 10.000 Arbeitsplätze wackeln und bei VW fast genauso viele, wenn sich in Deutschland Millionen Arbeitslose stapeln, wird vielleicht klar, dass eine Bahnverlängerung in Hamburg, eine vierte Bahn in Frankfurt, oder der Ausbau eines Verkehrslandeplatzes Arbeitsplätze schaffen.

Am Ende stellt sich die Frage: Was ist uns lieber, ruhige arbeitslose Nächte, oder ein boomendes und gelegentlich etwas lauteres Land.

Was ist Euch lieber?
Say it loud!
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Grumman Tiger
Family-Member


Hier seit: 11.06.2002
Beiträge: 152
Ort: Hamburg

BeitragVerfasst am: Mo, 13 Dez 2004, 7:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Holger,

so schlimm isses gar nicht mit den Starts und Landungen bei Airbus in Hamburg. Durchschnittlich finden hier nur 8 (!) Starts oder Landungen statt. 4 x Routine (Beluga und Toulouse-Shuttle) 1 Flugzeugübergabe und 2 - 3 Testflüge am Tag. Am Wochenende spielt sich hier nix (mehr) ab. Sie haben es sogar geschafft, die Fluggruppe von AIRBUS hier gerichtlich zu verbieten, so dass wir mit den Kleinflugzeugen von Uetersen aus fliegen müssen. Fahrtzeit von AIRBUS aus über 1 Stunde (für Außenstehende zur Information). Danke, liebe Gemeinde. 2 Starts und Landungen am Wochenende waren schon zuviel für sie Sad . Es ist einfach nur traurig. Der liebe Nachbar, der morgens z.B. sein Auto 15 Minuten warmlaufen läßt vor der Tür macht mehr Lärm, als ein Start für 20 Sekunden. Ich denke, es ist der blanke Neid, mit etwas anderem kann ich hier manche Dinge nicht mehr erklären. Derjenige, der die "Einstweilige Verfügung" gegen die Fluggruppe erwirkt hat, meinte danach nur:" Nehmt mich in Eurer Gruppe auf, und ich ziehe die Verfügung zurück..." Toller Vorschlag. Und dann kommt der nächste... Vergiss es!


Rick
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