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Terror mit Kleinflugzeugen
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Grumman Tiger
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Hier seit: 11.06.2002
Beiträge: 152
Ort: Hamburg

BeitragVerfasst am: Mo, 25 Jul 2005, 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Geier schrieb:

Hat jemand Ideen, wie wir dazu beitragen können, daß möglichst keine unsinnigen oder unnötig belastenden Maßnahmen getroffen werden?


Es gibt nichts. Es gibt auch nichts gegen Banküberfälle, terroristische U-Bahnfahrer mit Rucksäcken oder etwa Alkohol am Steuer. Man kann einfach solche Dinge nicht verhindern.

Ein Banküberfall verhindert man auch nicht, in dem man vor der Bank ein Parkverbot errichtet...

Ich hatte mal das Medical in der Gast-Kolumne auf die Schippe genommen - niemand kann ernsthaft einen Herzinfarkt vorhersagen. Da wird die Haarfarbe notiert, statt Haarproben zu nehmen - wer zugekokst dort oben umherfliegt. Auch eine ergänzende psychologische Begutachtung eines jeden einzelnen wird nichts bringen, um solche Kurzschlussreaktionen zu verhindern. Es wird immer wieder solche Fälle geben. Da hilft keine Sperrzone, kein Transponder und auch keine Hubschrauberstaffel.

Was soll ich von einem Land halten, wo ein Bundesgerichtshof Dank der Aufhebung von EU-Haftbefehlen nun wieder potenzielle Terroristen auf freien Fuß gesetzt hat letzte Woche...

Erst wenn ein naher Angehöriger eines Politikers oder ein Politiker selbst Opfer wird (was ich natürlich nicht hoffe, jedes Opfer ist eines zuviel!), erst dann werden Gesetze geändert - aber dann "zack - zack". Das ist nun mal so: man muss erst persönlich betroffen sein, dann wird sich etwas ändern. Politik wird definiert mit "Interessen geleitetes Handeln". Deswegen heißen sie ja auch Politiker - und nicht Volksvertreter...

Rick


Zuletzt bearbeitet von Grumman Tiger am Mo, 25 Jul 2005, 14:30, insgesamt einmal bearbeitet
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Andreas W



Hier seit: 08.12.2003
Beiträge: 2
Ort: Ratingen

BeitragVerfasst am: Mo, 25 Jul 2005, 14:14    Titel: Tempelhof Antworten mit Zitat

jetzt haben die Herren Politiker wohl doch eine Möglichkeit gefunden
Tempelhof zu schließen. Twisted Evil
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frankito
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Hier seit: 20.09.2002
Beiträge: 135
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BeitragVerfasst am: Mo, 25 Jul 2005, 15:54    Titel: berlin... Antworten mit Zitat

sommerloch, nix los, wahrlkampf steht bevor: da kommt die story vom selbstmord des ul fliegers gerade recht. und schon haben wir den salat:

Privat- und Hobbyflieger: Luftraum über Berlin wird gesperrt
http://www.stern.de/politik/deutschland/543458.html?nv=nl_cp_L1_rt_al

super gemacht, die herren stolpe (!) und koerting...
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ATCler
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BeitragVerfasst am: Mo, 25 Jul 2005, 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo frankito,

spricht das Bild von den beiden Herren, speziell Herrn Stolpe nicht Bände... Very Happy Ein Ausdruck völliger Ratlosigkeit, Inkompetenz und Hilflosigkeit!
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frankito
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Hier seit: 20.09.2002
Beiträge: 135
Ort: Lissabon

BeitragVerfasst am: Mo, 25 Jul 2005, 17:52    Titel: dumm, duemmer.... Antworten mit Zitat

allerdings ATCler, das Bild fand ich auch sehr aussagekraeftig...

Nur, dass diese deamlacke unsereins das Leben / Fliegen versauen koennen, das macht mich echt wuetend...

Evil or Very Mad
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Grumman Tiger
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Hier seit: 11.06.2002
Beiträge: 152
Ort: Hamburg

BeitragVerfasst am: Di, 26 Jul 2005, 7:18    Titel: Antworten mit Zitat

"Tja, Herr Bundesverkehrsminister Stolpe, ihr Gesicht spricht Bände Rolling Eyes .

Gibt es von der Mimik noch eine Steigerung? Na klar: Shocked spätestens dann, wenn ein CPL'er / ATPL'er (das sind Berufspiloten/in, Herr Stolpe) mal durchdreht. Das sind nämlich auch nur Menschen, mit Privatleben, ihren eigenen Problemen und ihrem eigenen Kummer... Neutral

Da greift keine einzige Maßnahme, die Sie sich nun ausdenken werden.

Gab's da nicht ein Maut-Problem auf Deutschlands Straßen? Wann machen Sie endlich ihren Job?!" Cool
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ATCler
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Hier seit: 01.06.2002
Beiträge: 947
Ort: Berg bei Hof (EDQM) / Bayern

BeitragVerfasst am: Di, 26 Jul 2005, 9:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

falls Ihr Euch noch etwas mehr aufregen wollt, lest mal folgende PM aus dem Hause Stolpe.
Hier wird das ganze Ausmaß des Wahnwitz deutlich, denn nun fordert man wieder das, was Verbände und Luftämter nach dem 11. September gerade noch abbiegen konnten: Nämlich die Einzäunung von jeglichen Fluggeländen, Bewachung und Flugzeugkrallen etc. Mad

Zitat:
Pressemitteilung (Quelle: BMVBW-Homepage):

Stolpe: Flugbeschränkungen über Regierungsviertel

24. Juli 2005, Nr.: 260/2005

Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe wird über dem Berliner Regierungsviertel ein Flugbeschränkungsgebiet einrichten. Bundesverteidigungsminister Struck, Bundesinnenminister Schily und der Berliner Innensenator Körting unterstützen den Vorstoß von Stolpe. Die Bundesregierung wird kurzfristig ein Bündel von Maßnahmen ergreifen.

Dazu erklärt Bundesverkehrsminister Stolpe:

"Der Absturz des Ultraleichtflugzeugs, der keinen terroristischen Hintergrund hat, unterstreicht die Bedeutung des Luftsicherheitsgesetzes. Damit hat die Bundesregierung die große Mehrheit der Sicherheitslücken im Bereich der Luftsicherheit bereits geschlossen. Durch den Vorfall am Freitag in Berlin haben wir neue Hinweise erhalten, wie die Sicherheit im Bereich der Kleinflugzeuge weiter verbessert werden kann.

Wir werden über dem Regierungsviertel ein Flugbeschränkungsgebiet für Sichtflüge einrichten. Damit verbieten wir Hobbypiloten und Privatfliegern, den markanten Innenstadtbereich rund um Reichstag und Kanzleramt zu überfliegen. In bin mir mit dem Bundesinnen- und dem Bundesverteidigungsminister darüber einig, dass wir kurzfristig diese Flugbeschränkungen durchsetzen.

Bund und Länder müssen gemeinsam handeln. Für die Länder bedeutet das, dass sie prüfen müssen, wie kleine Flughäfen und Landeplätze besser gegen unberechtigten Zugang zu schützen sind. Dazu zählen etwa das unbefugte Betreten der Fluggelände und verbesserte Personenkontrollen.

Außerdem schlage ich eine bessere Sicherung von Flugzeugen gegen unberechtigte Nutzung vor. Wir werden technische Maßnahmen am Flugzeug vorschreiben, die die Benutzung nur durch Berechtigte ermöglichen. Dies können zum Beispiel verpflichtende Krallen an den Rädern sein.

Ferner werden wir auch Sport- und Hobbyflieger verpflichten, in besonderen sicherheitsrelevanten Gebieten den Funkkontakt mit der Flugsicherung zu halten. Bisher konnte dieser Personenkreis kurz nach dem Start seine Funkgeräte abschalten.

Gleichzeitig lasse ich prüfen, ob wir die Ausrüstung mit Transpondern auch für alle kleineren Flugzeuge zur Pflicht machen. Damit wird die Radarerfassung generell verbessert. Allerdings sind hier noch eine Reihe von technischen Fragen zu klären.

Die Zuverlässigkeitsprüfung für Piloten, die wir mit dem Luftsicherheitsgesetz eingeführt haben, hat sich bewährt. Die Länder, die für die Umsetzung zuständig sind, sollten nun ihre Anstrengungen zur Überprüfung der rund 30.000 Sportpiloten verstärken.

Insgesamt ist Deutschland bei der Luftsicherheit sehr gut aufgestellt. Die Bundesregierung hat nach dem 11. September 2001 alle bisher als notwendig erkannten Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerung gegen die Bedrohung aus der Luft zu schützen. Mit dem Nationalen Führungs- und Lagezentrum in Kalkar, das die Überwachung des deutschen Luftraums koordiniert und gezielte Maßnahmen einleiten kann, stehen in Deutschland alle wichtigen Instrumente für die Gefahrenabwehr aus der Luft zur Verfügung."

Innensenator Körting erklärte dazu:

"Die mit dem Bundesverkehrsminister vereinbarten Maßnahmen halte ich für angemessen und verhältnismäßig. Entscheidend ist für mich, mögliche Gefährder vor dem Abflug zu stoppen. Deshalb sind aus meiner Sicht die Maßnahmen gegen eine unberechtigte Nutzung von Kleinflugzeugen von besonderer Bedeutung. Entscheidend ist der Nutzen, den wir durch die jetzt verabredeten Schritte für die Sicherheit im Berliner Luftraum erzielen."

Na, dann gute Nacht AL in Deutschland.
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Grumman Tiger
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Hier seit: 11.06.2002
Beiträge: 152
Ort: Hamburg

BeitragVerfasst am: Di, 26 Jul 2005, 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

ATC'ler - ... nein: Herr Stolpe schrieb:
Die Bundesregierung wird kurzfristig ein Bündel von Maßnahmen ergreifen. ...

...

Durch den Vorfall am Freitag in Berlin haben wir neue Hinweise erhalten, wie die Sicherheit im Bereich der Kleinflugzeuge weiter verbessert werden kann. ...



Wow, welch' Vorschläge - und Hinweise haben sie erhalten. Von wem denn? Von Menschen, die Flugzeuge fliegen - oder nur "Flugzeug" schreiben können? Entschuldigung, aber von "Akademikern" erwarte ich etwas mehr als nur "Mittelmäßigkeit". Hobbypiloten, Sportpiloten, Privatpiloten? Ja, wen oder was meinen sie denn nun?

Vielleicht wird demnächst auch noch eine HX-Zone über Nord- und Ostsee vorgeschlagen für lebensmüde Piloten... Ich faß' das hier alles nicht mehr.

"Herr Stolpe: ich bin stolz auf Sie, dass haben Sie und Ihre Kollegen sehr gut gemacht. Man merkt doch gleich, wer ein Profi ist..., wirklich gute Arbeit. Von wo wollten Sie noch gleich in den Urlaub fliegen??"

Rick
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frankito
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Hier seit: 20.09.2002
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BeitragVerfasst am: Mi, 27 Jul 2005, 12:40    Titel: supa Antworten mit Zitat

"... stehen in Deutschland alle wichtigen Instrumente für die Gefahrenabwehr aus der Luft zur Verfügung."

Ich bin ja schwer beeindruckt!

Da werden dann auch die alten Flaktuerme in Hamburg und Berlin bald wieder bestueckt und dann wird den boesen Privatpiloten mal so richtig gezeigt, wo hier der Hammer haengt!

"Die Zuverlässigkeitsprüfung für Piloten, die wir mit dem Luftsicherheitsgesetz eingeführt haben, hat sich bewährt. Die Länder, die für die Umsetzung zuständig sind, sollten nun ihre Anstrengungen zur Überprüfung der rund 30.000 Sportpiloten verstärken. "

Genau! Und die hundertausenden besoffenen Autofahrer die jedes Jahr in Deutschland angehalten werden? Naja, der Herr Stolpe trinkt ja selber ganz gern mal einen. Da druecken wir mal ein Auge zu. Und ausserdem haben er und viele andere der grossmaeuligen Politiker ja auch nen Fahrer und durefen in dieser Statistik gar nicht mitgerechnet werden.

Und wenn demnaechst der Herr Stolpe mal wieder die Flugbereitschaft ordert, um sich von Berlin irgendwohin fliegen zu lassen, dann moechte ich gern mal den Piloten fragen, ob er denn auch in seiner Freizeit fliegt und wie er diesen Schwachsinn findet, der da gerade von seinem Fluggast verzapft wird.

MINDESTENS 5 von 10 Piloten die ich kenne, sind Berufspiloten, die nach Feierabend zu den hochgefaehrlichen Freizeitfliegern mutieren...

Da mag man ja gar nicht mehr auf die Strasse gehen....

*wuerg*
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Axel
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BeitragVerfasst am: Mi, 27 Jul 2005, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Im Stern ein erster Hoffnungsschimmer. Endlich eine realere Sicht auf die Dinge.

Zitat:
Terrorabwehr
Gefahr am Himmel?

Wrackteile eines Ultraleichtflugzeugs vor dem Reichstag in Berlin: "Kurzschlussreaktionen gaukeln nur Sicherheit vor"

Fachverbände und Experten bezweifeln, ob schärfere Kontrollen für die Luftfahrt tatsächlich mehr Sicherheit für die Bürger bringen. Von einem Kleinflugzeug gehe weniger Gefahr aus als von einem Auto.

Nach dem Absturz eines Ultraleichtflugzeuges vor dem Reichstag verlangen zahlreiche Politiker noch schärfere Kontrollen für die Luftfahrt. Ob diese Pläne tatsächlich mehr Sicherheit für Piloten und Bürger bringen, bezweifeln Fachverbände und Experten. "Wenn ein Kleinflugzeug über einer Stadt abgeschossen wird, gibt es zahlreiche Opfer durch die Trümmer", kritisiert Volker Thomalla, Chefredakteur der Fachzeitschrift "Flug Revue". Eine Flugverbotszone über Berlin ist nach Einschätzung des Deutschen Aero Clubs (Daec) kein Schutz vor Terrorangriffen: "Kurzschlussreaktionen gaukeln nur Sicherheit vor", sagt Club-Präsident Gerhard Allerdissen.

Gefährliche Kleinwagen
Von einem Kleinflugzeug geht nach Einschätzung der Experten weniger Gefahr aus als von einem Auto. Das zeige zum Beispiel ein Gewichtsvergleich: In ein Kleinflugzeug wie die Cessna 172 können zusätzlich zum Piloten nur noch rund 150 Kilogramm Ladung an Bord genommen werden. Jeder Kleinwagen bietet mehr Platz und Zuladung.

Außerdem müssen sich Privatpiloten seit Anfang des Jahres einer speziellen Sicherheitsüberprüfung unterziehen. Diese ähnelt Kontrollen, die auch Mitarbeiter an großen Flughäfen absolvieren müssen. Bei dem Verfahren soll die Zuverlässigkeit auf Basis von Abfragen bei Verfassungsschutz und Nachrichtendiensten geprüft werden. "Was passiert denn, wenn ein Terrorist seine Lizenz nicht verlängert? Das Fliegen hat er doch nicht verlernt", bemerkt dazu die Vizepräsidentin des Pilotenverbandes Aopa in Deutschland, Sibylle Glässing-Deiss.

Der Daec hat die im Bundestag vertretenen Parteien in Gesprächen und Briefwechseln zu einer Stellungnahme zu den Kontrollen aufgefordert. Vom SPD-Innenexperten Frank Hofmann bekam der Dachverband als Antwort: "Es darf nicht verkannt werden, dass Zuverlässigkeitsüberprüfungen selbstverständlich keinen 100-prozentigen Schutz gegen Angriffe auf die Sicherheit des Luftverkehrs bieten, gleichwohl aber eine wichtige präventive Komponente darstellen."

"Populistischer Aktionismus"
FDP und PDS lehnen die Kontrolle der Luftsportler in der derzeitigen Form ab. "Wir wenden uns entschieden gegen populistischen Aktionismus, der zu mehr Bürokratie führt, aber keinen Sicherheitsgewinn bringt", teilte die PDS-Abgeordnete Petra Pau dem Daec mit. Der FDP-Abgeordnete Ernst Burgbacher schrieb dem Flugsportverband: "Sprengstoffe können auch in Kraftfahrzeugen problemlos versteckt werden. Bislang ist noch niemand auf die Idee gekommen, Führerscheininhaber einer Zuverlässigkeitskontrolle zu unterziehen. Das Herausgreifen der Luftsportler erscheint daher willkürlich und damit unangemessen."

Die Grünen-Abgeordnete Silke Stokar sprach sich für das Beibehalten der Zuverlässigkeitsprüfungen aus. Sie forderte aber, pragmatischere Konzepte mit den Betroffenen zu entwickeln: "Flieger sind näher am Flughafen als die Politiker." Scharfe Kritik kommt von der CDU. Das Luftsicherheitsgesetz, seit Jahresanfang in Kraft, sei "ein schlecht gemachtes und in weiten Teilen unbrauchbares Gesetz", teilte CDU-Innenexperte Clemens Binninger dem Daec mit. Als Nachbesserung fordert er einen Mechanismus, der Vereine, Verbände und Piloten selbst zur Meldung von Auffälligkeiten verpflichtet.

Vorbild "Airport-Watch-Projekt"
Ein ähnliches Konzept gibt es bereits in den Vereinigten Staaten. Das so genannte Airport-Watch-Projekt, bei dem Behörden, Pilotenverbände und Flugsportverbände kooperieren, setzt auf Selbstkontrolle. Dabei geht es nicht um Schnüffelei im Stasi-Stil, sondern um eine Art Nachbarschaftshilfe mit Unterstützung durch die Sicherheitsbehörden. In dieser Eigenverantwortung sieht Daec-Sprecherin Uschi Kirsch eine der effektivsten Antiterrormaßnahmen: "Uns Flugsportlern ist daran gelegen, die Sicherheit zu verbessern, aber es muss sinnvoll sein."

Heiko Stolzke/DPA

Quelle: http://www.stern.de/politik/deutschland/:Terrorabwehr-Gefahr-Himmel/543537.html
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